Es ist kaum vorstellbar was bei diversesten Dingen alles falsch gehen kann. Auch das Filmmaking Business ist davon nicht ausgenommen. Auf jedem Shoot geht etwas schief oder läuft zumindest anders als geplant.

Ein sehr simples, aber nicht zu unterschätzendes Problem ist zum Beispiel das Sichern des gefilmten Materials (Footage). Ein No-Go ist das “Strg+X”‘n beim Transferieren. Man stelle sich vor, die Karte unterbricht den Kontakt zum Reader beim stoßen gegen den PC, oder man steckt ausversehen den falschen USB-Port aus. Die Liste der Möglichkeiten ist unendlich lang. Deshalb immer auf der sicheren Seite bleiben und das Material nur kopieren und erstmal noch auf der SSD, SD-Karte oder anderem Speichermedium lassen. Danach noch einmal überprüfen, ob alles da ist und dann, wenn unbedingt nötig, das Speichermedium der Kamera entleeren.

Meine Herangehensweise, neben dem oben genannten Punkt, ist das Backup auf eine externe Festplatte der Projektdateien. Genauso nehme ich auf meiner Kamera einmal intern im AVCHD Codec auf, welcher sehr komprimiert ist, und noch extern in ProRes 444, für bessere Wiedergabe und Bearbeitungsmöglichkeiten in der Post. Sollte aus unergründlichen Gründen, das Hauptfootage meiner SSD des externen Recorders verloren gehen, habe ich noch meine Backupfiles aus der internen Aufnahme der Kamera (Anmerkung: Meine SSD befreie ich nach dem Kopieren und Überprüfen vom jetzt doppelt gesicherten ProRes 444 Footage). Diese lasse ich auch bis zum Abschluss des Projekts darauf, weil auch die computerinterne HDD, sowie die externe Festplatte könnte versagen/kaputtgehen. Klingt alles etwas überdimensioniert, aber sowohl die externe Festplatte als auch die interne HDD hat schon bei Projekten, an denen ich beteiligt war, versagt. Mir ist dieses Drama bisher zum Glück erspart geblieben, aber wer weiß ob dieser Tag noch kommt…

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