Das Canon 18-135mm F3.5-5.6 IS war mein erstes Objektiv. Es kam gemeinsam mit der Canon EOS 70D als Kitobjektiv und war optimal für einen damaligen  Neueinsteiger ins DSLR-Game. Man konnte eine große Reichweite an Brennweiten nutzen, man hatte eine objektivinterne Bildstabilisation und Autofokus. Das einzige, was man sich noch wünschen könnte, ist eine durchgehende und nicht nach Brennweiten variierende Blende. Aber das ist doch etwas überdimensioniert für ein Einsteigerobjektiv.

Dieses Objektiv benutzte ich allein ein Jahr lang, probierte ND-Filter, Polariser und andere Dinge aus und kaufte mir dann das Canon 50mm F1.8. Ich lernte die Limitierungen, aber auch Möglichkeiten kennen und wusste somit auch sehr genau, worauf ich bei weiteren Investitionen für mein Objektivarsenal musste.

Ich spreche nicht für mich, wenn ich sage, dass es äußerst sinnvoll als Anfänger ist, sich über lange Zeit nur mit einem Objektiv und auch nur einer Kamera auseinanderzusetzen. Man sollte so viel ausprobieren wie möglich und Grenzen kennenlernen. Denn es ist nicht die Kamera, die zwingendermaßen einen guten Film ausmacht, sondern die Geschichte und der DoP, der diese damit gestalterischen Mitteln visualisiert. Eine “bessere” Kamera vereinfacht diesen Prozess nur meist.

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